Die Deutschen rüsten auf..

Immer mehr Bürger kaufen sich freie Waffen zum Selbstschutz. Dazu zählen auch Schlagstöcke.

Besonders beliebt ist der Teleskopschlagstock. Doch worin unterscheidet er sich von anderen legalen Waffen?

Was ist ein Teleskopschlagstock?

Zunächst soll die Frage geklärt werden, was ein Teleskopschlagstock überhaupt ist. Es handelt sich dabei um eine Schlagwaffe, die entweder auseinander gezogen oder durch eine heftige Schleuderbewegung expandiert werden kann.

Der Griff besteht in der Regel aus einem rutschfesten Belag, damit er sicher in der Hand liegt. Vollständig ausgefahren kann der Teleskopschlagstock eine Länge von bis zu einem Meter haben. Eingefahren ist er nicht größer als 30 Zentimeter und lässt sich somit gut verstauen. Es gibt ihn in unterschiedlichen Größen und teilweise sogar mit integriertem Pfefferspray.

Ist ein Teleskopschlagstock legal?

Der Kauf und der Besitz ist in Deutschland legal, denn es handelt sich bei einem Teleskopschlagstock nicht um einen verbotenen Gegenstand. Dennoch ist er im Sinne des Waffengesetzes eine Waffe.

Er gehört zu den Nahkampfwaffen und darf nur von Personen ab 18 Jahren erworben werden. Allerdings gibt es Einschränkungen, was das Tragen betrifft.

Bei öffentlichen Veranstaltungen oder bei Versammlungen darf dieser nicht mitgeführt werden. Es gibt jedoch Ausnahmen von dieser Regelung. Zu beruflichen Zwecken oder zum Sport darf er auch in der Öffentlichkeit transportiert werden.

Darf er zur Selbstverteidigung eingesetzt werden und ist er dafür geeignet?

Ein Schlagstock wird von der Polizei, als auch von privaten Sicherheitsunternehmen eingesetzt. Für den Otto-Normalverbraucher ist die Selbstverteidigung mit dem Schlagstock nicht erlaubt.

Trotzdem ist er ist wie für die Selbstverteidigung geschaffen, denn mit ihm lassen sich Messerangriffe hervorragend abwehren.

Für den Nutzer ergibt sich aufgrund der Griffigkeit und der Riffelung ein besonderes Sicherheitsgefühl, denn er lässt sich aufgrund dieser Eigenschaften nicht so schnell aus der Hand reißen.

Privatpersonen sollten allerdings auf das Tragen eines solchen Schlagstocks in der Öffentlichkeit verzichten, da die Strafen hierfür sehr hart ausfallen können. Liegt kein besonderes Interesse vor, darf er nicht in der Öffentlichkeit geführt werden. Auch der Einsatz ist strafbar.

Obwohl er sich zu Selbstverteidigungszwecken eignet, darf ihn der private Anwender nicht dazu nutzen. Daher eignet er sich nur bedingt zur Selbstverteidigung. Stattdessen sollte man auf Pfeffersprays zurückgreifen. Die sind frei erhältlich und dürfen auch zur Tierabwehr mitgeführt werden.