Ein Taschenalarm als Verteidigungswaffe

Das Bedürfnis nach Sicherheit wird immer größer und nicht nur Hab und Gut in Häusern bzw. Wohnungen soll geschützt werden, immer stärker rückt der Eigenschutz in den Fokus. Der Bedarf an Geräten, die zum Eigenschutz verwendet werden können, steigt deshalb stetig an. Eine Möglichkeit zur Verteidigung ist der Taschenalarm, der besonders bei Frauen sehr beliebt ist, da er einfach zu handhaben ist.

Was ist ein Taschenalarm?

Der Taschenalarm ist ein Kleinalarmgerät und vergleichbar mit normalen Alarmanlagen – jedoch im Mini-Format. Durch das Drücken eines Knopfes oder dem Abreißen einer Kette wird ein sehr schriller und lauter Alarmton ausgelöst. Die Lautstärke beträgt je nach Modell etwa 120 Dezibel und entspricht damit dem Lärmpegel, den ein startender Jet erzeugt.

Die kleinen Alarmgeräte sind dadurch keine aktiven Verteidigungswaffen, sondern werden lediglich zur Abschreckung genutzt.

Taschenalarme werden nicht nur zum Schutz vor Überfällen genutzt, der schrille Ton am Telefonhörer wird auch bei belästigenden Anrufen eingesetzt oder kann auch zur Abwehr bei physischer Belästigung genutzt werden. Außerdem kann man in anderen Notsituationen auf sich selbst aufmerksam machen, denn durch den Ton werden nicht nur Angreifer abgeschreckt, Personen in der Nähe werden durch den Ton auf eine Gefahrensituation aufmerksam gemacht.

Was ist beim Kauf zu beachten?

Taschenalarme gibt es in den unterschiedlichsten Größen, angefangen von kleinen Modellen, die bequem in die Hand passen bis hin zur Größe eines Schlüsselanhängers und größere Modelle können sogar zur Sicherung von Türen oder Fenstern verwendet werden.

Beim Kauf ist allerdings wichtig, dass Sie ein Modell wählen, das der Situation angepasst ist. Benötigen Sie ein Gerät zum Schutz für unterwegs, etwa bei einer Joggingrunde durch den Park oder wenn Sie abends noch das Haus verlassen wollen, dann sollten Sie zu kleinen handlichen Gräten greifen. Ob Sie ein Modell mit einem Knopf wählen oder einer Kette zum Abreißen unterliegt Ihrer persönlichen Präferenz, es hat sich jedoch gezeigt, dass Taschenalarme mit einem Knopf als Auslöser des Alarms in einer Notsituation wesentlich einfacher zu bedienen sind, als Modelle bei denen ein Stift durch eine Kette gezogen werden kann.

Im Handel gibt es auch Taschenalarme, die mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet sind. Dies kann beispielsweise eine LED-Lampe sein oder andere optische Notsignale, wie ein SOS-Lichtsignal.

Darf ein Taschenalarm zur Selbstverteidigung eingesetzt werden und ist er dafür geeignet?

Der Taschenalarm ist ein völlig legales Gerät und kann zur Selbstverteidigung eingesetzt werden. Bei der Verwendung gilt jedoch zu beachten, dass ein Taschenalarm keine aktive Verteidigungswaffe ist, sondern lediglich zur Abschreckung benutzt wird bzw. um andere Passanten auf eine Notsituation aufmerksam zu machen.

Es wird dabei der Überraschungsmoment genutzt, denn der Angreifer rechnet in der Regel nicht damit, dass ein Opfer eine starke Gegenwehr zeigt. Durch den lauten Signalton wird dieser nicht nur erschreckt, sondern auch die Aufmerksamkeit von anderen auf das Geschehen gelenkt und damit für den Angreifer das Risiko deutlich größer von anderen entdeckt oder gefasst zu werden. Diese Schrecksekunde kann das Opfer zusätzlich nutzen, um die Flucht zu ergreifen und Distanz zwischen dem Angreifer zu schaffen.

Wichtig dabei ist jedoch auch, dass der Taschenalarm immer griffbereit ist und nicht erst etwa in einer Handtasche gesucht werden muss!